Education is more than knowledge. Education is a central resource for lifestyle. We campaign for structures which provide opportunities so that young people can develop skills for determining their own lifestyle and escape social marginalisation. We consistently initiate pilot projects and if they are successful we support their implementation.

 

Bildung ist nach unserem Verständnis viel mehr als ein Kanon von Wissensinhalten, sie ist eine zentrale Ressource der Lebensführung. Wir setzen uns ein für vielfältige Gelegenheitsstrukturen, um Kompetenzen für eine selbstbestimmte Lebensführung zu entwickeln und gesellschaftliche Marginalisierungen zu überwinden. Wir stoßen immer wieder Modellprojekte an und treten für eine Verstetigung erprobter Ansätze ein.

 

 

Bildung für die Kleinen: Die „KinderUni München“

 

Die Initiative „KinderUni München“ ist ein Angebot im Bildungsbereich, das in Kooperation unserer Mitglieder entstanden ist. Kultur & Spielraum e. V. und die Technischen Universität München veranstalten in diesem Wintersemester 2015/2016 in Zusammenarbeit mit dem ETC e.V. und weiteren lernpädagogischen Trägern die KinderUni München. Hierzu zählen das Museumspädagogisches Zentrum (MPZ), die Stiftung Zuhören e. V. sowie die Bildungsprojekte des Bayerischen Rundfunk. Die Idee, die KinderUni München einzurichten entstand 2004 gemeinsam. Im Auftrag der Sozialreferats/ Stadtjugendamtes der Landeshauptstadt München wurde das Bildungsprojekt umgesetzt. Gemeinsam wird so Kindern spielerisches Lernen ermöglicht.

Das Programmangebot richtet sich an Kinder zwischen 8 und 12 Jahren und ist kostenlos. Kinder können sich seit dem 22. September 2015 für jeweils zwei Veranstaltungen im Semester einschreiben und anmelden (online auf www.kinderunimuenchen.de oder telefonisch unter 0 89 – 38 98 91 39). Jedes Kind bekommt bei seinem ersten Besuch ein Kinder-Uni-Studienbuch. Neben dem aktuellen Semesterstempel werden darin alle besuchten Veranstaltungen eingetragen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten interessante Vorlesungen aus verschiedenen Forschungsgebieten wie z.B. Medizin, Biologie, Informatik oder Maschinenwesen an. Kinder werden in den etwa einstündigen Angeboten zum Fragenstellen, Mitdenken, Mitmachen und Mitforschen eingeladen. Prof. Martijn van Griensven ist Unfallchirurg und Biochemiker am Klinikum rechts der Isar der TUM und beantwortet die Frage: „Wie heilt eigentlich ein gebrochener Arm?“ (Freitag, 30. Oktober 2015, 17–18 Uhr, Hörsaal 1180, 1. OG, Arcisstraße 21, Campus Innenstadt). Prof. Florian Holzapfel vom Lehrstuhl für Flugsystemdynamik erklärt, wie Flugzeuge alleine fliegen können und wie sie unseren Alltag von Morgen verändern können (Freitag, 4. Dezember 2015, 17–18 Uhr, Hörsaal MW 1801, Boltzmannstraße 15, Campus Garching). Weiterhin werden die Geheimnisse von Daten im Internet gelüftet: wieso sind sie nützlich? Wieso wertvoll? Und wie können wir sie schützen? Oder: Wie wachsen Pflanzen? Woher nimmt die Pflanze das Material für Stängel und Blätter und warum sind uns Pflanzen in vielem überlegen? Neben der Beantwortung dieser Fragen haben Kinder auch die Möglichkeit, auf einer Uni-Tour zu erfahren, wie und wo erwachsene Studentinnen und Studenten an der Uni arbeiten, welche Orte, Einrichtungen und Menschen es an der Uni gibt.

www.kinderuni-muenchen.de

 

 

Forderungen der Träger der Jugendarbeit zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Jugendarbeit und Schule in München– Aktualisierung 2014 ( 20.12.13)

Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit in München haben ein gemeinsames Positionspapier zur Zusammenarbeit zwischen Jugendarbeit und Schule erarbeitet. Mit den darin formulierten Forderungen an die Münchner Kommunalpolitik soll ein konstruktiver Beitrag zur weiteren Verbesserung der Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche in München gegeben werden.

Die Einrichtung des Kooperationsgremiums Jugendhilfe und Schule im Jahr 2013 stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Verbesserung der Zusammenarbeit der beiden Bereiche, unter Einbeziehung des Kulturreferates und der Freien Träger dar. Beim jährlich stattfindenden Ganztagsbildungskongress wurde inzwischen ein Forum  für die Präsentation bestehender Münchner Kooperationen geschaffen, das den beteiligten Lehrkräften, Sozial- und Kulturpädagoginnen und -pädagogen die Möglichkeit eröffnet, ihre Erfolge und Probleme darzustellen. Mit der Planungswerkstatt Ganztagsbildung gibt es darüber hinaus im Rahmen des 3. Ganztagsbildungskongresses ein gemeinsames Forum zur konzeptionellen Entwicklung Lokaler Bildungslandschaften in München.
Dennoch sehen die Träger der Jugendarbeit in München für die Zusammenarbeit noch eine Reihe von Punkten die zu klären sind und haben daher folgende Forderungen:

1.    Ganztagsbildung ist mehr als Ganztagsschule und kann deshalb nur im Zusammenwirken aller wichtigen Bildungsakteure weiter qualifiziert und erfolgreich ausgestaltet werden. Vor allem das Referat für Bildung und Sport (RBS) und das Sozialreferat/Stadtjugendamt müssen in Zukunft enger und besser zusammenarbeiten und eine gemeinsame Gesamtperspektive entwickeln. Dabei soll das RBS die Kooperation mit externen Partnerinnen und Partnern und die sozialräumliche Öffnung der Schulen zum handlungsleitenden Prinzip machen. Ganztagsbildung setzt eine Vielfalt an Räumen, unterschiedlichen Orten, Gelegenheiten und Beteiligungsformen voraus. Das Jugendamt soll die Möglichkeiten, die sich aus Synergien mit Angeboten der Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendarbeit und der kulturellen Bildung ergeben, offensiver in die Kooperationen einbringen. Damit sind insbesondere die personellen und räumlichen Ressourcen von Horten, Kinder- und Jugendeinrichtungen und anderen Angeboten der Jugendhilfe, einschließlich der Ferienangebote gemeint. Die Partizipation der Kinder und Jugendlichen, die kulturelle Teilhabe und die Belange der Inklusion stehen dabei für beide Referate und die externen Partner bei der gemeinsamen Ausgestaltung der Ganztagsbildung im Vordergrund.

2.    Das Einrichtung des Kooperationsgremiums Jugendhilfe und Schule zur besseren Abstimmung und Koordination der Entwicklung der Angebote des Referats für Bildung und Sport, des Kulturreferats und des Stadtjugendamts sowie der Freien Träger der Jugendarbeit und Jugendhilfe soll formell vom Stadtrat bestätigt werden. Die angestrebte Einbeziehung des Staatlichen Schulamtes und weiterer Bildungsakteure steht noch aus und wird deshalb zeitnah eingelöst.

3.    Die zentrale Frage der Zusammenarbeit ist die Rolle der Sozialpädagogik in den Schulen. Es muss Klarheit über die Aufgaben und den Stellenwert von sozialpädagogischem Handeln in einer künftigen Ganztagsschule als Lebensort hergestellt werden. Derzeit gibt es Bestrebungen, die Rolle dieser Profession seitens der Jugendhilfe stark auf die Intervention bei Einzelfallproblemen zu reduzieren. Dies ist sicherlich ein wichtiges Aufgabenfeld. Die generalpräventiven Erziehungsaufgaben, die Bildungsaufgaben der sozialen Arbeit und der Kulturellen Bildung müssen in Ergänzung zu den curricularen Bildungsaufgaben der Lehrkräfte mindestens gleich bedeutsam werden, wenn sich die Schule als Ganztagsschule immer stärker von einem Lernort zu einem zentralen Lebensort entwickelt. Einem Lebensort, in dem Kinder und Jugendliche nicht nur mehr Zeit verbringen, sondern auch besser und individueller gefördert werden, sich beteiligen und engagieren können. Dazu kann die Jugendarbeit mit ihrer Sichtweise auf junge Menschen, ihren pädagogischen Prinzipien und Methoden einen entscheidenden Beitrag leisten.

4.    Der Beschluss des Stadtrats vom 2.7.2013 zur Einbeziehung der freien Träger in die Arbeit der Münchner Serviceagentur für Ganztagesbildung bei der „Koordinierung Ganztagsbildung zwischen Schule und Jugendhilfe“ soll baldmöglichst praktisch umgesetzt werden. Dazu ist die Finanzierung einer Stelle erforderlich.

5.    Die Projekt- und Trägervielfalt an einzelnen Schulen, die aus der fehlenden Gesamt¬konzeption, der mangelnden Abstimmung und den vielfältigen Einzelprogrammen resultiert, soll kritisch im Hinblick auf unnötige Doppelungen, dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand und den Reibungsverlusten an den Schnittstellen überprüft und nach Möglichkeit reduziert werden (SSA, JAS, JADE, OGS, GGS, Mittagsbetreuung, Hort, Tagesheime, Stiftungen, Bildungs- und Teilhabepaket…). Dabei soll ein vernünftiges Maß zwischen Trägervielfalt und Vereinheitlichung gefunden werden.
Gemeinnützige Träger, insbesondere mit der Anerkennung nach § 75 KJHG, sollen gegenüber gewinnorientierten Unternehmen bei Kooperationen den Vorzug genießen.

6.    Die Idee des Modellprojekts der Rhythmisierten Offenen Ganztagsschule (ROGS) aus dem Jahr 2006 soll mit dem Ziel, ein modifiziertes, an die aktuellen Entwicklungen der Offenen und Gebundenen Ganztagsklassen angepasstes und übertragbares Ganztagskonzept zu entwickeln, wieder aufgegriffen und finanziert werden. Damals war z.B. geplant, an drei Schulen für die Dauer von drei Jahren die Kooperation von Schule und Trägern der Jugendarbeit mit jährlich 100.000 Euro zu unterstützen. Für die wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation waren über den Gesamtzeitraum weitere 100.000 Euro vorgesehen. Die Gesamtkosten für drei Jahre lagen bei einer Mio. Euro.

7.    Ganztagsbildung muss als gemeinsame Aufgabe zwischen Freistaat, Stadt und allen an der Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten verstanden werden. Die finanzielle Beteiligung der LHM an der Ganztagsbildung an den staatlichen Grund- und Mittelschulen soll daher im Hinblick auf die Situation an den Horten (BayKiBiG) diskutiert werden. Ein Ganztagsschulbetrieb an Grundschulen ohne konzeptionelle Einbindung der Horte ist nicht erfolgversprechend, da derzeit der Betreuungsumfang in der Halbtagsschule plus Hort höher ist als in den Modellen der Ganztagsschule (siehe Freitagnachmittage und Ferienzeiten).

 

Bildung mit Blumen

Von links nach rechts: Kerstin Günther (MOP), Martina Ortner (MT), Bürgermeisterin Christine Strobl, Angelika Baumgart-Jena (KJR)

 

Blumenstand auf dem 2. Münchner Ganztagsbildungskongress am 15. und 16. Januar 2013

Mit einem Blumenstand überraschte das Aktionsbündnis „Wir sind die Zukunft“ den Ganztagsbildungskongress. Am 15. und 16. Januar konnten sich Lehrer_innen, Sozialpädagog_innen und Erzieher_innen über Entwicklungen und Angebote im Bereich der Ganztagsbildung informieren und fortbilden. Die Anbieter der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gestalteten nicht nur das Workshopprogramm mit, sondern boten an einem gemeinsamen Stand einen Einblick in die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Über 400 Besucher_innen informierten sich am Stand über die Trägerlandschaft in München und deren pädagogische Angebote. Da wurde heiß diskutiert, erste Vernetzungen überlegt und Informationsmaterial gesammelt. Überraschung war ein Blumengeschenk. Die Standbesucher_innen bekamen Primeln und Samentütchen geschenkt. Und überall war der Forderungskatalog für die Zusammenarbeit von Schule und Offener Kinder- und Jugendarbeit dabei. So verbreiten sich die Ideen, wachsen zu guten Taten und machen die Stadt noch bunter.

Blumen als Ausdruck für die Offene Kinder- und Jugendarbeit

Bereits der Kongress wurde zum Blühen gebracht. Die Besucher_innen erhielten bunte Blumenbuttons geschenkt. Die waren schnell so beliebt, dass Besucher_innen von selbst nach den Buttons fragten. Ob Kostüm oder Anzug, Pullover oder Sweatshirt, die Blumen der Offene Kinder- und Jugendarbeit verbreiteten sich überall.

Programm_Ganztagskongress